Stille in
meinem Körper
Stille in
meinen Gedanken
Stille in
meinem Atem
Stille in
meinem Schmerz
Stille in
meinem Glühen
Stille in
meinem Sterben
Stille in
meinem Tod
Unendliches
Quellenleuchten
Einssein
Heimat
Donnerstag, 13. August 2020
Quellenleuchten
Perspektive
Wie ich dich sehe und wie ich mit dir umgehe, zeigt mir die unverblümteste Wahrheit darüber, was ich selber bin.
Wie die
anderen dich sehen und wie die anderen mit dir umgehen, zeigt dir die
unverblümteste Wahrheit darüber, was sie selber sind.
Quellenspiegel
Ich bin eine Illusion
Spiegel deiner Essenz
Was immer du in mir siehst
Sind deine eigenen Funkenschläge
Ich bin alles, ich bin nichts
Höllenritt oder Zartweichglühen
Ich bin Projektion der Illusion
Der Quellenspiegel
Deiner Idee
Vom ‚ich‘
Aushalten
Je wilder der Sturm
Je mächtiger die Wellen
Je wuchtiger der Wind
Je grausamer der Schmerz
Je mehr ruft deine Heimat
Sie ist die dunkelste Stille
Der gefürchtetste Abgrund
In der stummsten Leere
Des freiesten Falls
Hinein ins Formlose
Will nichts anderes
als dich heimbringen
in den lichtvollsten Schoss
Deiner wahren Natur
Des SEINS
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Freitag, 17. Juli 2020
Wolkenbruch
Ein Tag um
wolkengleich zu schweben
Leicht
aufgetürmt, rund und vollkommen
Beheimaten
den Nektar des Ursprungs
Lassen den
Wind uns Leben einhauchen
Von kantigen
Bergspitzen massieren
Von
Vogelschwingen zur Ekstase manövrieren
Erheben uns
lustvoll im Spiel der Elemente
Ergiessen
orgastisch all unsere Schwere
Tränken die
Erde mit nichts weniger als Liebe
Um vor aller
Seelenstaunenaugen
Im
Raumzeitlos
Formlos
Neu geboren
Zu SEIN
Menschenweisheit
Unsere Menschenweisheit
Nichts weiter als Bilder
gemalt in unsere Zellen
von dem Einen ohne Namen
Schöpfer der ganz grossen Künste
der all die Schönheit ver-formt
kindlich freudig ungehemmt verspielt
um Illusionen zu erschaffen
Die nichts weiter sind
Als ein Etwas ohne Dauer
Bloss ein Hauch in einem Wind
Im Moment ihres SEINS
Montag, 13. Juli 2020
Geschenk deines Du
Ich liebe all die Krusten deiner Bäume
Und das unvorhersehbare deiner Träume
Auch die einsamen Inseln in deinem akkuraten Haarschnitt
Vollendet mit der Maschine in einem flotten Drüberritt
Und kringle mich wegen deiner sieben achtel Manier
Lern sie aber kennen, nehm sie nicht ins Visier
Und auch deine Fenster mit all ihren Streifen
lassen meine Fantasie höchstens Neues begreifen
Auch die Art wie du aus Liebe dein Staubtuch schwingst
Obwohl du lieber Gitarre spielst und froh dazu singst
Und dass du für mich extra Kirschkuchen zauberst
Und nicht mit dem Ergebnis in Form von Schweizer Alpen zauderst
Wenn du wieder Mal ringsum wischst mit deinen lediglich zwei Händen
Dir Herzensmühe gibst mit den zahlreichen vier Wänden
Um eine heilige Oase zu schaffen mit starkem Boden für Viele
gestrandete Seelen auf der Durchreise zur Vollendung ihrer Ziele
Grosszügig deine Stille, deine Weisheit, dein Gewahrsein verschenkst
Immer und immer wieder an alle aber selten an eigene Bedürfnisse denkst
Bist ein wahrhaftes Wesen ohne Tadel oder Blösse
Für mich ein außergewöhnlicher Mensch von seltener Grösse
Dich will ich würdigen, dich möcht ich tragen
Nie wieder aufhören, nein, es immer neu wagen
DICH zu lieben und alles was du bringst zu Ehren
Denn es ist Bestimmung mich nicht zu verwehren
Dich als meinen Mann in andere Sphären zu hieven
Oder dich zumindest –
in den Sternenhimmel zu blasen
Mittwoch, 8. Juli 2020
Hirntod
Angst setzt sich fest, manifestiert sich, hinterlässt
Spuren in unserem System
Sie schränkt uns ein, lässt uns Ketten tragen oder auch ein Kreuz
Infiziert, manipuliert, degradiert, zur Fallzahl ohne Luft manövriert
Freiheit eingetauscht, ist einem konstruierten Gefängnis gewichen
Schreckensbilder kreiert, messerscharf ins eigene Fleisch geritzt
Lachhaft unbekümmert, von Amts wegen Salz darüber gestreut
Schatten unserer Selbst, offengelegt und durch Masken demaskiert
Besorgt unbekümmert an unsere Kinder weiter getragen
Generationen blind verblendet, stellen keine eigenen Fragen
Angst vor Leben tatsächlich mächtiger als der grassierende Hirntod
So wühlen wir wie taub in der Erde, krankhaft komatös und im Wahn
Und schaufeln wie die Irren unsere Gräber daraus
Wollen uns ernsthaft lebendig begraben
Spielraum ohne Spielfreude
Sicher ist sicher!
Zwiebel(ge)schichten
Und wenn wir denken, wir haben etwas aufgedeckt, realisieren
wir, dass wir einer Zwiebel aufgesessen sind. Es ist der göttliche Witz, der
sich durch viele Schichten in der Selbstähnlichkeit offenbart. Und dann fallen
wir grundlos ins Bodenlose der Unendlichkeit. Und dürfen quicken und uns kugeln
vor Freude und Lust am Sein.
Ekstatische Reibung
Eingedrungen, aufgebrochen
Hineinergossen, abgesoffen
Aufgeklatscht, durchgebebt
Abgerieben aufgesprengt
Besinnungslos herumgerollt
Abgelutscht herumgeflutscht
In der Brandung gestrandet
Abgerundet erliegen geblieben









