Montag, 29. Juli 2019

Über die Berge


Weit bist du gekommen, hast diese Stimme vernommen.
Bist deiner Intuition gefolgt, du Krieger des Lichts.
Hast mich gefunden, mich an dein Herz gebunden.
Über die Berge, durch die Felder und Seen
Glauben wir daran, uns bald wieder zu sehen.




Wer bist du?


"Wer bist du?", frag ich mich.
"Wer bist du?", fragst du dich.

Versuchung, Heimat, Erfahrung, Spiel, Herausforderung, Muse, Lektion, Anker, Heilung, Inspiration, Liebe des Lebens?

Und beide wissen wir, alles ist offen, vom Universum geschenkt. Bis Synchronizität gelingt, steht ein Strauss an Möglichkeiten bereit.

Unsere Seelen in Aufruhr und Vorfreude schwingen. Bleibt zu hoffen, dass sich unsere Herzen einst - vom Kanon zum Duet einsingen.


Meditation

Da sitze ich nun still im Dämmerlicht
Warte, dass du die Worte sprichst
Die mich begleiten zur anderen Seite
In diese grenzenlos magische Weite

Und ich weiss, ich kann darauf bauen
Weiss, mein Herz darf hier vertrauen
Lasse mich sinken in dies heilige Licht
In diesen Zustand der Heilung verspricht

Und ruhe nun seelig, still und klein
Schritt glücklich durch dies Seelentor ein
Du grösstes Geheimnis des universellen Ganzen
Darf ich in Liebe in deiner Umarmung tanzen



Donnerstag, 25. Juli 2019

Perichorese

Lass und gegenseitig vollständig mit Liebe durchdringen zu einer Einheit ohne Verschmelzung.

Sternentor


Wenn die Zeit gekommen ist
An einem Ort, wo irdisches erlischt
Schwere schwerelos verbleibt
Wirst du mich göttlich ummanteln
Deine Liebe das Allseits durchdringen
Werden wir zu Licht verschmelzen
Im Einssein die Ewigkeit erleuchten
Sternentor


Dienstag, 23. Juli 2019

Wir

Hab dich beschützt wie eine Mutter ihr Kind
Hab dich gewärmt im eisigen Wind
Hab dich verwöhnt mit jeder einzelnen Pore
Mit dir geöffnet die verborgenen Tore

Deine Augen für mich sind Liebe pur
Deine Augen für mich sind Güte pur
Deine Augen für mich sind Heimat pur
Deine Augen für mich sind alles; nur…

Du hast mich beschützt wie ein Vater sein Kind
Hast mich gewärmt im eisigen Wind
Hast mich verwöhnt mit jeder einzelnen Pore
Mit mir geöffnet die verborgenen Tore

Meine Augen für dich sind Liebe pur
Meine Augen für dich sind Güte pur
Meine Augen für dich sind Heimat pur
Meine Augen für dich sind alles; nur…

Montag, 22. Juli 2019

Von aussen und innen


Wenn wir das grosse Geheimnis um unsere Bestimmung im Aussen zu lüften versuchen, sehen wir bloss die Konturen dessen, was sich hinter einem schleierhaften Vorhang verbirgt. Wir bekommen eine schemenhaft begrenzte Vorstellung und kreieren uns eine hypothetische Wahrheit.

Die Vorhänge zurückschlagen und das Fenster aufreissen können wir aber nur im Innen. Denn, „das Wesentliche bleibt für die Augen (immer noch) unsichtbar“.





Augen der Unendlichkeit

Das Leuchten deiner Augen kommt nicht von dieser Welt. Ihr strahlen erhellt jede Nacht. Könnte ich eintauchen in diese Tiefe, in dieses Licht – ich wüsste um das Geheimnis aller Geheimnisse.

Erkenntnisse einer Frau

Nichts ist wie es scheint.
Alle Menschen teilen die gleichen Gefühle.
Alle Gefühlsnuancen gründen aus Liebe oder aus Angst.
Unser Innerstes ist ein Kind.
Unsere Welt ist nicht wie wir sie sehen, sie ist, was wir sind.
Jeder Mensch braucht eine liebevolle Umarmung.
Das Innere ist wie das Äussere, das Kleinste wie das Grösste.
Alles folgt denselben kosmischen Gesetzmässigkeiten.
Realität entsteht durch Bewusstsein.
Jede beantwortete Frage wirft eine Mehrzahl neuer Fragen auf.
Verkörpern heisst erfahren.
Vertraue und du wirst getragen.
Annehmen bedeutet Loslassen.
Nicht weiblich, nicht männlich - menschlich!
Mit jeder Einatmung erhalten wir Informationen aus dem Universum, mit jeder Ausatmung teilen wir Information mit dem Universum.
Je mehr ich weiss, desto weniger weiss ich.
Licht kennt keinen Schatten - Hindernisse werfen Schatten.
Niemand braucht den Tod zu fürchten. Er ist das Ende vor dem Anfang.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
Zeit ist relativ. Raum auch.

Quelle.FB:Stadt

Montag, 10. Juni 2013

Sicherheit

Ich bin ohne Arbeit. Das erste Mal in meinen Leben ohne Arbeit. Eine völlig neue Erfahrung für mich, die ich schon von Kindesbeinen an darauf konditioniert worden bin, in ‚Sicherheit‘ zu leben. Doch was ist Sicherheit? Ist Sicherheit eine Reserve an Monatslöhnen auf dem Bankkonto deponiert zu haben? Ist Sicherheit, sich die Luxuswohnung, die Reisen, die Kleider, das Auto und die künstliche Konsumsucht auch in solchen Zeiten zu erhalten? Ist Sicherheit, sich auch in dieser Zeit keine Blösse zu geben und den Schein des Seins zu wahren?

„Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit, in einer Welt, in der nichts sicher scheint…“ höre ich den kitschigen Song von Silbermond in meinem Ohr dudeln.

Ach, uns Europären, überhaupt uns Westlern, ist es so überaus wichtig, finanzielle Sicherheit zu haben. Eine Sicherheit, die uns aber gleichzeitig im goldenen Käfig einsperrt. Für diese Illusion rennen wir pausenlos und ohne Rast. Wir rennen von morgens bis abends, damit das Rad in Schwung bleibt, sich dreht und dreht und dreht. Wir rennen um uns zu beschäftigen. Wir rennen und wir vergessen. Wir rennen und wir verlieren. Wir rennen und wir verbrennen. Vor lauter Anstrengung allerdings, vor lauter Geld und Sicherheit scheffeln, bemerken wir nicht, dass wir dabei verbrennen, innerlich erlöschen. Gedankenlos rennen wir, hasten, hetzen – als führten wir einen Feldzug im Namen der Sicherheit.

Doch wofür? Rennen wir fürs Geld? Rennen wir wirklich für das Leben, dass wir führen? Rennen wir, damit wir die unausgesprochenen Auflagen dieser Gesellschaft erfüllen? Oder ist es vielmehr so, dass ich, wir, in Tat und Wahrheit vor uns selber davon rennen? Vor dem was wir sind, vor dem was wir scheinen, vor dem was wir sein wollen und vor dem was wir sehen, wenn wir uns morgens nackt im Spiegel betrachten?

Jetzt, da ich unvermittelt mit einem gewaltigen Knall aus diesem Hamsterrad geschleudert worden bin, ohne Chance gegen die Fliehkräfte zu bestehen, ganz ohne Möglichkeit, die Gravitation zu besiegen, jetzt wird mir Licht. Meine Welt steht plötzlich still. Es gibt keinen vorgegebenen Rhythmus mehr. Keinen Zeitablauf, keine Konstante, keine Hektik, ausser der selbstgemachten. Eine Hektik übrigens, die ist, wie das letzte Aufbegehren eines sterbenden Zwangs.

Und ich realisiere, dass diese ‚Sicherheit‘ eigentlich nichts anders ist, als eine Droge. Und ich nichts weiter als eine Süchtige. Denn kaum herausgeschleudert, kaum hart auf dem Boden aufgeschlagen, bin ich auf kalten Entzug. Herzrasen, Nervenflattern, Schweissausbrüche, Albträume, Atemnot…


Und immer wieder die selbe Frage. Wer sind wir, wenn wir nicht mehr Teil des ‚normalen‘ Ablaufs in einer ‚normalen‘ Gesellschaft sind? 
Wer bin ich?