Samstag, 18. Mai 2013

Berg


In deinem Schoss wurden Wolken geboren. An deinen Klippen sind Stürme gestorben.

Dir zu Füssen hab ich gesessen, ehrfürchtig und klein. War glücklich mit dir und hab träumend Tausend deiner Gesichter gesehen. Du hast mit dem Wind deine Geschichte erzählt – Worte über dich haben nie existiert.

Und in deinem Schoss wurden Wolken geboren. An deinen Klippen sind Stürme gestorben.

Dir zu Füssen hab ich gesessen, ehrfürchtig und staunend. Hab mich an dich geschmiegt, sehnsuchtsvoll und still. Wollt immer so sein wie du. Ruhend, mächtig und stark. Hast die Zeit überdauert – die Jahre haben nie existiert.

Und in deinem Schoss wurden Wolken geboren. An deinen Klippen sind Stürme gestorben.

Dir zu Füssen hab ich gesessen, ehrfürchtig auch traurig. Doch du hast mir Hoffnung geschenkt als es keine Hoffnung mehr gab. Hast meine Schmerzen gefangen und sie als Wolken dem Himmel geschenkt. So als hätten sie nie existiert. 

Mondschein Nächte


Brich diese alten Mauern ein
Lass das Licht des Mondes rein
Ein Hauch von Rettung für diese Seele
Intimer Moment, den ich mit Dir stehle
Umarmung verschmilzt zum Einssein
Unsere Küsse süss wie schwarzer Wein

Brich diese alten Mauern ein
Lass das Licht des Mondes rein
Erzählte Geschichten erleuchten die Nacht
Stehlen der Dunkelheit ihre bedrohliche Macht
Die Magie des Augenblicks ergreifen
Träumend durch Russlands Steppen schweifen

Brich diese alten Mauern ein
Lass das Licht des Mondes rein
Kontur die zu schnell über die Dächer flieht
Und sich hinter unsichtbare Wolken stiehlt
Während Du warm in meinen Armen schlummerst
Habe ich Ruhe zum Takt Deines Herzschlags gefunden

Bitte, brich diese alten Mauern ein
Und lass das Licht des Mondes für mich herein

Dienstag, 7. Mai 2013

Liebe


Liebe. Sich lieben. Schwingung, Klang und Musik. Sinfonie transzendiert zu Harmonie.

Liebe. Man kann sie komponieren, von ihr träumen oder sie singen. Dank ihr kann man die Welt vergessen und durchs Leben tanzen. Ihre Melodien durchdringen Wände und überwinden Distanzen.

Liebe. Sie bewegt unsere Herzen, vereinnahmt unsere Gedanken und lässt Kriege sterben und Völker sich finden. Ihre Gesichter, vielseitig und wundervoll, ganz wie unsere menschlichen Seelen.

Und wenn ein Dirigent seinen Taktstock hebt, sich kurz vor dem ersten Ton knisternde Spannung aufbaut, tropfen den Liebenden Schweissperlen von der Stirn, während sie sehnsuchtsvoll warten, endlich in einem endlosen Kuss zu versinken.

Bewegung der Hände, beschwörend und wild. Lieben. Sich lieben. Sinnliche Violinen. Ihre Klänge so süss und schmeichelnd. Intimes Gleiten entlang gerippter Saiten. Klänge im verführerischen Spiel mit harten Schlägen der Perkussion. Eben noch wirr,streitbar und laut, bald ungestüm, bald selig verschmolzen - sind Eins. Klänge der Liebe sind mein Sauerstoff, Klänge der Liebe sind meine Harmonie.

Liebende sind jungen Herzens. Rotwein aus der Flasche getrunken, lauschen den Melodien. Gefühle und Sehnsüchte in andächtiger Stille, Seite an Seite, endlich vereint. Zukunft ist Endlos. Genossen und gelebt, bis zum letzten flüchtigen Ton. Wiedergeboren in der Ewigkeit.

Montag, 22. April 2013

Meine Erkenntnis I


Uns macht es Angst an Tempo zu verlieren, denn diese hochmoderne Gesellschaft befindet sich in Lichtgeschwindigkeit auf der 'Überholspur'. 
Träumereien, Grübeleien, Philosophiererei – belächelt von uns konditionierten Einheitsgeistern – sind nichts weiter als esoterisch-lächerliche „Gspürschmi“-Allüren. 
Doch eines habe ich für mich erkannt. Je schneller wir uns in dieser Gesellschaft bewegen, je weniger werden unsere Herzen wissen. 

Dienstag, 9. April 2013

Freundschaft I


Für Jochen
Du bist der Sonnenschein an dunklen Tagen
Bist ein Wolf und streifst Deiner Natur gemäss durch das Revier
Manchmal suchst Du dich, manchmal findest Du dich, manchmal erfindest Du dich
Du bist der Mensch der Tausend Worte, doch sind Deine Botschaften Quellwasser für mich
Du treibst im Fluss des Lebens und ruhst beneidenswert friedlich in Dir selbst
Hast mich schon lange erkannt, mich noch vor meiner Geburt beim Namen genannt
Du bist der Mensch, der so bescheiden ist und gleichzeitig die Kraft und Stärke in Person
Bist für mich das Heilen, ach ich möcht' bei jedem Tanz in Deiner Umarmung verweilen
Ich hab Dich gesucht aber Du hast mich gefunden und adoptiert
Du bist immer für mich da, egal, was auch passiert
Wir beide sind Freunde, gehören zusammen wie Sonne und Schatten
Ja, Du hast mich erkannt, Du hast mich bei meinem Namen genannt
Wie oft schon hast Du mich ironisch aber sanft von eigenen Fesseln befreit
Wir sind im Herzen verbunden und ich weiss, das gilt bis ans Ende unserer Lebenszeit

Liebe

Liebe muss ihrer Existenz willen so sehr lieben, dass sie selbst die grösste Verletzung erträgt, nur um in diesen einen flüchtigen Moment entflammen zu können...

Das Herz der Weisen

Im Herz der Weisen gibt es keine geschlossenen Türen.
Jeden Morgen begrüssen sie Freude oder Sorgen wie einen unerwarteten Gast. Glückseligkeit, 
Scham, Liebe, Hoffnung, Unsicherheit, Enttäuschung oder Wut. Sie alle werden an der Türschwelle mit einem offenen Lächeln begrüsst.
Im Herz der Weisen gibt es keine geschlossenen Türen und alle Gäste sind willkommen, weil sie als Wegweiser hin zum Licht zu uns gefunden haben...

Ich


Jeder, der glaubt mich zu kennen, muss bereit sein, mich nochmals kennen zu lernen.
Denn, ich bin wie der Mond und zeige Dir jeden Abend ein neues, faszinierendes Gesicht.
Alles was Du tun musst, ist, nachts zum Himmel zu schauen...

Sonne

Und die Sonne scheint für Dich.
Wie viel Licht sie Dir schenkt, hängt davon ab, wie weit Du deine Fenster für sie öffnest...

Suchen und Finden


Ein Leben lang hab ich mich geschämt, ein Opfer zu sein. Und habe in vielen Jahren jeden kleinsten Stein umgedreht, auf der Suche nach Wertschätzung, Liebe – nach mir selbst.

„…Mama, warum beschützt Du mich nicht? Papa, wieso siehst Du dieses Unrecht nicht? Mein Freund, warum liebst Du mich nicht. Chef, warum schätzt Du mich nicht…?“

Dabei habe ich wie ein Tier gekämpft; solange bis ich nicht mehr kämpfen konnte. Erst als ich gelähmt vor Erschöpfung und selbstzerstört am Boden lag, konnte ich mich zum ersten Mal selber sehen.

Und als ich begriff, dass all meine Abgründe, meine Schuldgefühle und meine Schwächen in Wahrheit meine Stärken sind, wusste ich, dass alles, was ich da draussen so lange gesucht hattee, schon immer da war. In mir.

Und heute vergebe ich Dir, so wie ich mir vergeben habe. 

Ich weiss, erst wer den tiefsten Punkt erreicht und den Blick nach innen gerichtet hat, kann seine eigene Wahrheit erkennen – und sich selbst vergeben.

Denn die Liebe und das Licht sind wir!